C-Jugend testet beim gut besuchten Ruhr-Cup 2017

eingestellt am 06.06.2017, um 12:51 Uhr, zuletzt geändert am 06.06.2017, um 12:51 Uhr

 Gruppensieg in einem 7er Feld, doch dann Pech im Halbfinale und dem Spiel um Platz 3. Allem Ärger über die letzten beiden Partien hat sich die C-Jugend beim diesjährigen Ruhr-Cup in Bochum achtbar geschlagen. Mit Tamara Wergin wurde sogar das Turniertalent gekürt. Auf die starken Leistungen kann die junge Piranhasmannschaft stolz sein und Kraft schöpfen für die weitere Zukunft. Der Anfang ist gemacht.

Turnierrückblick
 Die C-Jugend des SC Markranstädt reiste über das Pfingstwochenende nach Bochum um beim alljährlichen Ruhr Cup zu testen. Die Reise begann am Freitagvormittag (2. Juni 2017) um 11 Uhr mit einer Menge Energie, Lust und Spaß im Gepäck. Nach 5 Stunden Fahrt erreichten wir endlich unsere Unterkunft in Bochum und konnten, bevor es zum gemeinsamen Abendessen ging, noch in aller Ruhe die Zimmer beziehen und Taschen auspacken. Nach einem ruhigen und leckeren Abendessen wurden nochmal kurz die Verhaltensregeln und das gewünschte Auftreten im Hotel und in der Sporthalle kommuniziert. Danach hatten die Mädels noch ein paar Stunden Zeit um ein wenig miteinander zu entspannen bevor dann gegen 21 Uhr die Nachtruhe einkehrte.

Nach dem gemeinsamen Frühstück haben wir uns dann auf den Weg zum Austragungsort gemacht. Bei der C-Jugend haben 14 Teams teilgenommen (uns eingerechnet), welche in zwei Gruppen gelost wurden. Im ersten Spiel trafen wir auf die körperlich und technisch gute aufgelegte Mannschaft von der GSG Duisburg. Dieses Spiel sollte schon eine echte Kraftprobe werden, was uns aber nicht eingeschüchtert hat. Mit der neu einstudierten 3-2-1-Abwehrvariante haben die Mädels dem Gegner gezeigt, dass sie schnell auf den Beinen sind, aber auch im 1-gegen-1 körperlich dagegenhalten können. Somit haben wir Duisburg gezwungen, mehr Würfe aus der zweiten Reihe abzufeuern, welche aber durch unsere gut aufgelegte Torhüterin Tamara Wergin zum Großteil entschärft werden konnten. Mit dieser geschlossenen Leistung entschieden wir unser erstes Spiel mit 6:4 für uns.

Im zweiten Spiel der Vorrunde ging es gegen die Sportfreunde von E & O Emmen 3 aus den Niederlanden. Um die Kräfte bestmöglich einzuteilen, durften unsere jüngeren Spielerinnen vom Jahrgang 2004 ihre Chance nutzen, um sich auch eine große Portion Selbstvertrauen zuzulegen. Das Vertrauen haben die Mädels auch doppelt zurückgezahlt und sich souverän mit einem 13:2 Sieg durchgesetzt. Ein Auftakt nach Maß.

Als Drittes folgte die zweite Vertretung von E & O Emmen. Auch hier hat die Abwehr im Zusammenspiel mit der Torhüterin hervorragend funktioniert und so konnten wir auch dieses Spiel mit 11:3 für uns entscheiden. Danach stand das letzte Spiel am ersten Turniertag an. Gegner waren die ebenfalls aus den Niederlanden angereisten Sportfreunde von Hurry Up 2. Hier gab es wieder die Chance für unsere jüngeren Spielerinnen sich zu beweisen. Die Motivation war hoch und das hat sich auch im Ergebnis wiedergespiegelt. Mit 10:2 gewannen wir auch das vierte von vier Spielen.

 Der zweite Turniertag begann gleich mit einer Schwerstaufgabe. Es ging im fünften Spiel gegen die favorisierte Mannschaft von der SG Kappelwindeck/Steinbach. Zugleich sollte es auch schon das Spiel um den Gruppensieg sein. Mit einer großen Portion Motivation, Leidenschaft und der nötigen Aggressivität in der Abwehr konnten wir uns mit einem 5:3 durchsetzen.

Im letzten Gruppenspiel machten unsere 2004er den Gruppensieg mit einem überragenden 13:0 Sieg gegen die Mannschaft von der HSG Schwerte-Westhofen perfekt. Doch dann schien uns die Kraft und das Siegergen abhanden gekommen.

Im Halbfinale trafen wir auf den Turniergastgeber, den SV Teutonia Riemke. Voll motiviert gingen wir in das Spiel hinein. Die ersten 10 Minuten waren ein Kampf auf Augenhöhe, in denen die beiden Mannschaften ein hohes Maß an Aggressivität in der Abwehr zeigten und vorn im Angriff auch sehr viel Nerven. Einfache Torchancen wurden liegen gelassen und man hat nur darauf gewartet, dass eine Mannschaft sich langsam fängt und Nervenstärke zeigt. Am Ende hatten die Gastgeber die größeren Nerven und konnten sich mit einem 8:3 Sieg ins Finale katapultieren.

Die Enttäuschung war sehr groß bei allen Spielerinnen. Alle wussten, dass ein Sieg drin war, aber es hatte am Ende nicht seien sollen. Wenige Minuten später sollte auch schon das Spiel um Platz Drei beginnen. Leider war die Zeit zum Sammeln zu kurz und wir mussten uns gegen FIQAS Aalsmeer mit 11:13 geschlagen geben.

 Ein super Wochenende ging damit zu Ende. Die Mannschaft hatte sich von einer Seite gezeigt, die so ehrlich gesagt keiner erwartet hatte. Der ganze Turnierverlauf war eine einzige, riesige Überraschung. Auch die Siegerehrung hielt noch eine große Überraschung für unsere jungen Piranhas bereit. Alle Trainer/innen wurden im Laufe des Turniers gebeten das TURNIERTALENT zu wählen. Dies war aber eine recht schwierige Aufgabe, da die Vorrunde ja in zwei Gruppen gespielt wurde und alle Trainer die Spiele der anderen Gruppe nicht im Blickfeld hatten. Anscheinend waren sich so gut wie alle Trainer aus der Gruppe B einig, und so hieß es dann, dass das Turniertalent beim SC Markranstädt spielt. Unsere Torhüterin Tamara Wergin wurde zur besten Spielerin gewählt, was sie sich auch verdient hat.

„Es ist natürlich schwer im Vorfeld zu sagen, wie man die eigenen Chancen bei so einem großen Turnier sieht. Wenn ich an die Trainingseinheiten der letzten Wochen zurückdenke, wie schwer es den jüngeren Spielerinnen gefallen ist, sich an das neue und deutlich härtere Training zu gewöhnen, muss ich jetzt einfach mal vor allen den Hut ziehen. Jede hat eine deutliche Steigerung gezeigt und somit freut es mich auch umso mehr, dass wir es soweit geschafft haben. Ganz besonders stolz bin ich natürlich auch auf Tamara. Sie hat sich diesen Titel wirklich verdient und am ersten Turniertag mit fünf von fünf gehaltenen Siebenmetern echte Killerqualitäten gezeigt. Eine große Überraschung und mein eigenes Turniertalent in meiner Mannschaft war für mich aber Annika Görnich, die trotz ihrer Größendefizite gegen alle Gegenspielerinnen mithalten konnte und auch gezeigt hat, dass sie in Zukunft eine ernstzunehmende Flügelflitzerin sein wird,“ so Trainer Matthias Langhof.

Matthias Langhof / J.P.